Samstag, 21.11.26 - 17:00
Vernissage "Schaffensräume"

16.00–22.00 Uhr Ausstellung geöffnet

17.00 Uhr Eröffnung in Anwesenheit der Künstler:innen

18.30–22.00 Uhr „La Minestra“ Suppe von Markus Huber 

Die Ausstellung untersucht das Spannungsfeld von Biografie, Raum und Werk: Wie prägt der Ort das Denken? Wie verändern sich künstlerische Prozesse im Laufe eines Lebens? Und wie lassen sich Produktionsverhältnisse
im fertigen Werk wiederfinden? Wir laden dazu ein, künstlerische Praxis nicht nur im Ergebnis, sondern als offenen Prozess zu betrachten – als Raum, in dem sich neue Formen und Perspektiven herausbilden können. Dabei geht es auch um die Reflexion des künstlerischen Arbeitsprozesses und wie sich Gedanken, Entscheidungen und Erfahrungen im Werk selbst niederschlagen – eingeschrieben in Material, Form oder Geste. Jede gezeigte Position öffnet dabei einen Blick auf biografische Spuren, die sich mit den konkreten räumlichen Bedingungen der Produktion verweben: Atelier, Umgebung, Arbeitsrhythmus,zufällige Begebenheiten oder lang eingeübte Routinen.

Beteiligte Künstler:innen

Markus Huber, Häuslenen
Tanja Kalt, Zürich
Felix Stöckle, Basel
Rainer Trösch, Zürich

 

Markus Huber beschäftigt sich in seinen ausgestellten Arbeiten mit der Beziehung zwischen Bildgrund und Figur. Der Prozess der Bildwerdung wird in Hubers Monotypien selbst zum Thema, die tastende Suche nach motivischen Elementen und ihrer Integration in den Bildraum als eine komplexe Interaktion von Schichtungen ist ein zentrales Element seines künstlerischen Schaffens.

In offenen, prozesshaften Verfahren reagiert Tanja Kalt auf die Räume im Haus zur Glocke. Mit Bezugnahme auf die Frage nach biografischen Spuren im künstlerischen Schaffen untersucht sie Materialien und Atmosphären, die zwischen Verletzlichkeit und Widerstand oszillieren und sich spielerisch mit der Fragilität persönlicher Strategien auseinandersetzen.

Felix Stöckle interessiert sich für soziale, kulturelle und politische Mechanismen und deren Dynamiken. In seinen Arbeiten reflektiert er verschiedene Identitätskonzepte und deren Aneignung im Sinne von Bräuchen und Überlieferungen. Er übersetzt diese komplexen Zusammenhänge in bewusst einfache Bildsequenzen, in denen die Fragilität menschlicher Beziehungen zum Ausdruck kommt.

Rainer Trösch spielt in seinen Arbeiten mit dem Verhältnis von Bild und Vorstellung, Finden und Erfinden, absichtsvollem und absichtslosem Handeln. Dabei ist das Papier nicht nur Bildträger, sondern aktiver Teilnehmer im Austauschprozess von Farbe und Wasser, was dem Malprozess etwas Unberechenbares und Eigensinniges verleiht.



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